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Der Krieg der Preise

Früher, ja früher. Da war alles besser, sagte meine Oma immer. Hatte sie recht? Drehen wir mal wieder die Zeit zurück und steigen 1965 aus der Zeitmaschine aus. Ab zum Autohändler, mal schauen, was es für Angebote gibt. Hmm, wo sind denn die Sonderpreisschilder? Fehlanzeige! Weiterlesen »

Zweiradbranche im Winterschlaf oder dem Handel geht der Arsch auf Grundeis

Ich bin ja immer schon ein Freund von Retrospektiven gewesen…Wie war das früher? Immerhin war es vor 20 Jahren im Winter auch kälter als im Sommer.Während die Autowerkstätten auch dann immer genug zu tun hatten, lag das Beschäftigungsniveau bei uns im Zweiradhandel in dieser Zeit immer schon mehr im Argen. Auch früher sind die Leute bei Kälte, Eis und Schnee weniger gefahren als bei 20 Grad Celsius und Sonnenschein, viele Fahrzeuge waren abgemeldet (Saisonkennzeichen gab’s noch nicht) und schlummerten in ihren Garagen in der Hoffnung auf den ersten Frühlingstag. Weiterlesen »

Politische Korrektheit lässt die Gesellschaft erstarren

Der Aufschrei der Entrüstung ging durch Deutschland. Thilo Sarrazin heißt der Mann, der das Unsagbare gesagt hat. Zuerst war das Geschrei groß, es wurde von Rassismus, Faschismus, Fremdenfeindlichkeit geredet. Während sich sämtliche “politisch korrekten“ Personen der Republik das Maul zerrissen,  passierte auf diversen Nebenschauplätzen etwas, was wir in unserem Land oft schmerzlich vermissen: Seine Worte wurden neutral analysiert. Das wurde zwar offensichtlich einzig und alleine deswegen gemacht, weil man seine Aussagen Stück für Stück zerreißen wollte , um ihn endgültig den medialen Orkus runterspülen  zu können, war er doch schon früher öfters durch sein loses Mundwerk unangenehm aufgefallen.

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Gedanken zu 9/11

Heute vor acht Jahren war ein schöner, sonniger Tag. Ich bekam acht Neufahrzeuge, die waren wie am Fließband aufgereiht und standen aus der Vorhalle bis auf den Hof. War viel Arbeit. Ich war alleine, alle mussten zusammengebaut werden. So gegen Mittag kam ein Freund mit seiner Suzuki auf dem Anhänger vorbei, ich sollte seine Vergaser reinigen. Er stieg aus, war sehr ernst. Seine Frau war mit dabei und die hatte die Tränen in den Augen. Hmm , komisch. Ärger? Streit? Ich fragte nach , was denn los sei. „Hörst du kein Radio?“ „Ne, heute nicht, keine Zeit, muss ja die ganzen Fahrzeuge zusammenschrauben.“ „In New York hat es ein entsetzliches Unglück gegeben! Ein Flugzeug ist in das World Trade Center gestürzt!“

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Motorradservice 2009: „Ins Restaurant gehen und das Essen selbst mitbringen.“

Kommt ein Mann zum Arzt. Nein, wir sind hier in einer anderen Branche , aber es ist genauso tragisch-komisch. Kommt ein Motorradfahrer in die Werkstatt . „Montieren sie auch Reifen?“ Doofe Frage, denke ich, was macht eine Werkstatt denn so den ganzen Tag? Plätzchen backen? „Klar, Montiermaschine steht hier um die Ecke.“ „Wie teuer ist das denn?“ Hier trennt sich der Gedankengang, obwohl meine Antwort immer die selbe ist: „Kostet nichts, ist im Service inbegriffen.“ Vorausgesetzt, man muss nicht die Achse durchflexen oder den Zylinder wegen abgerissener Stehbolzen ausbauen. Früher war die Antwort immer gleich. Die Kunden waren begeistert, brachten ihre Fahrzeuge und alles wurde erledigt. Aus/Einbau, Wuchten, Radlager/Bremsenkontrolle, Kette spannen, alles dabei, kostet nix extra . Na ja, und wenn was verschlissen war, wurde informiert und ggf. mit erneuert, die Kunden waren dankbar, dass alles zusammen gemacht werden konnte. Die Lohnkosten waren niedriger und alle waren zufrieden. Weiterlesen »

COC-Papier: Fluch oder Segen für die Branche?

Jeder hat schon einmal einen gesehen: In Baumärkten, Discountern und im Internet werden sie beworben - Zweiräder mit 50 bis 250cm³, Ursprungsland VR China. Die Preise treiben jedem Händler eines Markenprodukts die Tränen in die Augen. Konsequenz: Ein großer Teil potentieller Kaufinteressenten geht nicht mehr zum Fachhändler oder in die renommierte Werkstatt im Ort. Nein, sie kaufen ihre Fahrzeuge im Baumarkt oder per Mausklick im Internet, per Spedition teilzerlegt nach Hause geliefert. Ach, ist das schön und bequem! Weiterlesen »

COC-Papier: Fluch oder Segen für die Branche?

Jeder hat schon einmal einen gesehen: In Baumärkten, Discountern und im Internet werden sie beworben - Zweiräder mit 50 bis 250cm³ , Ursprungsland VR China. Die Preise treiben jedem Händler eines Markenprodukts die Tränen in die Augen. Konsequenz: Ein großer Teil potentieller Kaufinteressenten geht nicht mehr zum Fachhändler oder in die renommierte Werkstatt im Ort. Nein, sie kaufen ihre Fahrzeuge im Baumarkt oder per Mausklick im Internet, per Spedition teilzerlegt nach Hause geliefert. Ach, ist das schön und bequem! Weiterlesen »

Der Traum vom Mofa - früher und heute Teil 3 und Schluss: Frisierte Bikes im Visier moderner Wegelagerer

Dann gibt es noch die andere Klientel der Mofarollerfahrer. Das sind die, die entweder nie einen Führerschein gemacht haben oder ihn meist wegen Alkohol schon vor Jahrzehnten verloren haben. Die sind allesamt so alt, dass sie nicht mal eine Mofapappe brauchen (vor dem 01.04.1965 geboren), also komplett führerscheinfrei fahren dürfen. Weiterlesen »

Der Traum vom Mofa – früher und heute (Teil 2): Verwöhnte Bälger sind Händlers Hautausschlag

 

 

Mofaroller sind also selten und gesucht, weil die Drossel sündhaft teuer ist und alle so ein Ding fahren wollen. Wenn man daraus den Schluss zieht, dass aufgrund dieser Situation der Endverbraucher doch lieber zum Händler geht, um sich einen neuen Roller zu kaufen, der liegt falsch: Es steht ein gewaltiges Hindernis im Weg zur Glückseligkeit: Der Anspruch! Weiterlesen »

Der Traum vom Mofa: früher, heute (1)

Erinnern wir uns und gehen dreißig, vierzig Jahre zurück. Der Traum von der Freiheit! Das höchste der Gefühle war damals für die meisten das gerade noch so erschwingliche Mofa, auch als FmH (Fahrrad mit Hilfsmotor) bekannt. Hercules, Kreidler, Zündapp, neuerdings auch Vespa Ciao, das waren die Namen unserer Träume. Dagmar und Uschi kamen erst weit dahinter Weiterlesen »